Albert Stuwe

Künstler:in (*) 1921 (†) 1998 0 Kunstwerke

Leben: (*) 1921, (†) 1998

Albert Stuwe, ein deutscher Künstler, der sich als Zeichner, Grafiker, Maler und Lyriker einen Namen machte, war für seine vielseitigen künstlerischen Ausdrucksformen bekannt. Nach ersten kunstgewerblichen Studien in Münster und einem Radierkurs an der Kunstakademie Düsseldorf fand er nach dem Zweiten Weltkrieg zu seiner Berufung. Er schloss sich 1948 der Künstlergemeinschaft "Schanze" an und wurde später Mitbegründer des Kreiskunstvereins Beckum-Warendorf sowie Mitglied der "Neuen Gruppe Münster 60". Seine Schaffenszeit erstreckte sich über fünf Jahrzehnte, in denen er vor allem mit Federzeichnungen, Ölbildern und Druckgrafiken hervortrat; zudem gestaltete er Wandbilder, Mosaike oder Glasfenster für öffentliche wie private Räume.

Stuwes Werke zeugen von einer tiefgründigen Auseinandersetzung mit Symbolismus bis hin zum Phantastischen Realismus. Charakteristisch sind die skurrilen Figuren mit langgezogenen Gliedmaßen und ungewöhnlichen Kopfbedeckungen sowie Szenen phantastischer Weltenlandschaften. In seinen Selbstporträts reflektiert er persönlich über Leben und Tod innerhalb dieser imaginären Umgebungen.

Die Darstellung von Frauen nimmt ebenfalls eine zentrale Rolle in seinem Werk ein – mal als verhüllte Schönheit oder mythisches Vogelwesen. Der Literat Paul Schallück würdigte Stuwes Fähigkeit zur visuellen Poesie: Seine Federzeichnungen offenbaren die Trauer des Lebens ebenso wie die Träume im Labyrinth des Daseins.

Sein umfangreiches Oeuvre ist heute in zahlreichen Sammlungen vertreten; das Museum Abtei Liesborn besitzt dabei eine besonders bedeutende Kollektion seiner Arbeiten. Auch das Relief "Vier Jahreszeiten", entstanden möglicherweise 1980 aus Bronze gemeinsam mit Edith Stuwe, gehört zu den geschätzten Werken seines Spätwerks.

Porträt von Albert Stuwe