Almuth Katharina Lütkenhaus
Almuth Katharina Lütkenhaus, geborene Wirsing, war eine renommierte bildende Künstlerin, die vor allem für ihre Bronzeplastiken bekannt ist und deren Werke sowohl in Deutschland als auch in Kanada im öffentlichen Raum zu finden sind. Nach ihrem Studium an den Werkkunstschulen Dortmund und Münster zwischen 1948 und 1952 heiratete sie den Künstler Erich Lütkenhaus. Ihre künstlerische Anerkennung wurde durch die Auszeichnung mit dem Kunstpreis Jung-Westfalen für Plastik im Jahr 1956 untermauert. Das Gustav-Lübcke-Museum präsentierte 1961 Monotypien, Zeichnungen und Plastiken von ihr.
Lütkenhaus' Schaffen umfasste neben lebensgroßen Skulpturen für öffentliche Gebäude auch kleinere Skulpturen sowie Büsten befreundeter Künstlerpersönlichkeiten. Ein besonderes Aufsehen erregte ihre Kreuzigungsdarstellung "Crucified Woman" aus dem Jahr 1986 – eine kontroverse Skulptur einer nackten Frau in Kreuzform.
Neben ihrer praktischen Arbeit engagierte sich Lütkenhaus pädagogisch: Sie unterrichtete am St. Mildred College in Oakville, gründete die Bildhauerei-Abteilung am Mohawk College in Hamilton und wirkte als Artist in Residence an der Ottawa School of Art. Ihr filmisches Porträt "Living Bronze" zeugt von ihrer intensiven Beschäftigung mit der Bildhauerkunst.
In ihren späteren Jahren zwang sie eine Krankheit dazu, das anspruchsvolle Handwerk aufzugeben; sie widmete sich daraufhin dem kreativen Schreiben bis zu ihrem Tod im November 1996. Zu ihren bekannten Arbeiten zählt die Skulptur "Mädchen mit Ball", entstanden um das Jahr 1960, welche exemplarisch für ihr Wirken steht und ebenfalls aus Bronze gefertigt ist.
