Anna Maria Kubach-Wilmsen
Anna Maria Kubach-Wilmsen war eine deutsche Künstlerin, die sich auf Steinskulpturen spezialisiert hat. Sie schuf diese gemeinsam mit ihrem Ehemann Wolfgang Kubach. Nach ihrem Studium an der Akademie der bildenden Künste in München zwischen 1959 und 1965 etablierten sie sich ab 1968 in Bad Münster am Stein als Künstlerpaar. Ihr kreatives Werk begann mit Holzsäulen, entwickelte sich jedoch bald zu Arbeiten aus Stein, wobei sie insbesondere dorische Säulen als Inspirationsquelle nutzten.
Ab 1976 prägten die "Steinbücher" maßgeblich ihr Œuvre; diese Kunstwerke sollten den 'Inhalt' des Steins – seine Materialität – sichtbar machen. Die Werke umfassten verschiedenste Formate wie geschlossene oder aufgeschlagene Bücher, Buchrollen sowie Stapel, die an antike Bibliotheken erinnern. Das Paar verstand ihre Arbeit als Hommage an den Stein und dessen millionenjährige Geschichte. Sie realisierten Großskulpturen international und nahmen an zahlreichen Symposien teil. Ihre Werke wurden von Japan bis in die USA ausgestellt.
1998 gründeten sie die Fondation Kubach-Wilmsen mit einem Museum nach Entwürfen von Tadao Ando, welches im Jahr 2010 eröffnete. Das Team wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Kunstpreis der Ike und Berthold Roland-Stiftung (2014) sowie der Max-Slevogt-Medaille für Anna Kubach-Wilmsen (2017).
