Bernard Matemera
Bernard Matemera, ein herausragender simbabwischer Bildhauer der ersten Generation moderner Shona-Künstler, wurde in den 1960er Jahren von Tom Blomefield entdeckt und gefördert. Als Gründungsmitglied des Künstlerdorfes Tengenenge war er eine zentrale Figur der Gemeinschaft und nutzte die Erlöse seiner Werke zur Unterstützung junger Talente. Seine Skulpturen, oft aus Serpentin geschaffen, zeichnen sich durch einen individuellen Stil mit grotesken und unproportionalen Formen aus. Sie spiegeln Themen wie Menschen, Tiere, Geister und mythische Wesen wider und sind tief in der Mythologie sowie afrikanischen Tradition verwurzelt.
Matemeras Arbeiten wurden anfangs skeptisch betrachtet; sein Durchbruch kam erst in den 1980er Jahren mit nationalen und internationalen Anerkennungen – darunter der erste Preis bei der Triennale in Neu Delhi im Jahr 1986. Seine Werke fanden weltweit Beachtung und sind Teil dauerhafter Sammlungen bedeutender Museen wie dem Völkerkundemuseum Frankfurt oder der Nationalgalerie von Harare.
Eines seiner bekanntesten Kunstwerke ist "Adler (Chapungu)" aus dem Jahr 1995, welches seine Vorliebe für die Darstellung von Metamorphosen zwischen Mensch und Tier illustriert. Bernard Matemera verstarb im Jahr 2002 in Tengenenge nach einem Leben voll kreativer Schaffenskraft, das ihn zu einem der besten Steinbildhauer seiner Zeit machte.
