Eberhard Viegener
Eberhard Viegener, ein deutscher Maler und Grafiker, war bekannt für seine vielseitigen Stilrichtungen, die vom Impressionismus über den Pointillismus bis hin zum Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit reichten. In Soest geboren, erlernte er zunächst das Handwerk seines Vaters, bevor er sich als Autodidakt der freien Kunst widmete. Seine künstlerische Laufbahn wurde von Zeitgenossen wie Christian Rohlfs und Ferdinand Hodler beeinflusst. Trotz Diffamierung im Dritten Reich als "entarteter" Künstler konnte Viegener weiterhin ausstellen und blieb auch nach 1945 aktiv in der Kunstszene involviert.
Viegener gründete bedeutende Künstlergruppen wie „Das Junge Rheinland“ und den „Westdeutschen Künstlerbund“, dessen Präsident er wurde. Er hinterließ ein umfangreiches Werk an Landschafts- und Genremalereien, Holzschnitten sowie Stillleben und Porträts. Auch Wandgestaltungen und Fenstermalereien gehören zu seinem Œuvre.
In seinen späteren Jahren experimentierte Viegener mit dem Kubismus. Zu seinen bekannten Arbeiten zählen unter anderem Wandbilder aus Glas (vermutlich 1947 entstanden), Reliefs aus Gips (1958) sowie "Die Platoniker", ein Relief veredelt mit Stuck und Blattgold aus demselben Jahr.
Seine Anerkennung fand Ausdruck in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen sowie einer Retrospektive seiner Werke in Recklinghausen anlässlich seines 75. Geburtstags. Für sein Lebenswerk wurde ihm der Ehrentitel Professor verliehen. Eberhard Viegeners Schaffen zeugt von einem tiefen Verständnis für die Unlehrbarkeit wahrer Kunst – eine Überzeugung, die ihn sein Leben lang begleitete.
