Ferdinand Spindel

Künstler:in (*) 1913 (†) 1980 1 Kunstwerk

Leben: (*) 1913, (†) 1980

Anzahl Kunstwerke: 1

Ferdinand Spindel war ein vielseitiger deutscher Künstler, der sich als Maler, Bildhauer und Objektkünstler einen Namen machte. Nach seiner Ausbildung zum Gebrauchsgraphiker an der Folkwang-Schule in Essen unter Max Burchartz wandte er sich ab 1947 einer Karriere als freischaffender Künstler zu. In den 1950er Jahren begann er mit ungegenständlichen Arbeiten und entdeckte in den 1960ern Schaumstoff als sein bevorzugtes Medium für Reliefs, Materialbilder und Objekte. Diese Werke zeichnen sich durch ihre innovative Ästhetik des formbaren Materials aus, wobei Spindel teils monochrome Übermalungen vornahm oder die Originalfarbe des Schaumstoffs beibehielt.

Spindels Schaffen wurde mehrfach gewürdigt; so erhielt er zweimal den Kunstpreis der Stadt Gelsenkirchen (1964, 1971) sowie den Konrad-von-Soest-Preis (1972). Er war Mitglied im Deutschen Künstlerbund und stand in engem Kontakt zur Avantgarde-Kunstgruppe ZERO. Zudem gründete er 1969 die Künstlergruppe B1.

Neben seinen innovativen Schaumstoffarbeiten schuf Spindel auch konventionellere Werke wie die Plastik "Ohne Titel" aus Beton von 1972, bei welcher Ingeborg Vahle-Giessler mitwirkte. Seine Reisen führten ihn nach Paris, Prag, New York und Moskau, wo seine Arbeiten in renommierten Ausstellungsorten gezeigt wurden – darunter auch die Kunsthalle Bremen.

Als Teil der kreativen Gemeinschaft wirkte Spindel zudem am Halfmannshof in Gelsenkirchen mit und übernahm dort zwischen 1970 bis 1973 sogar den Vorsitz. Sein Leben teilte er mit seiner Ehefrau Elsie Spittmann-Spindel bis zu seinem Tod im Jahr 1980 in Neuenkirchen bei Soltau.

Porträt von Ferdinand Spindel

Kunstwerke des Künstlers

Ohne Titel von Ferdinand Spindel + Weitere Ohne Titel

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