Gabriele Marwede

Künstler:in (*) 1925 1 Kunstwerk

Leben: (*) 1925

Anzahl Kunstwerke: 1

Gabriele Marwede, eine renommierte deutsche Bildhauerin, hat sich durch ihre Skulpturen aus Bronze und Großplastiken im öffentlichen Raum einen Namen gemacht. Ihre Ausbildung erhielt sie an der Werkkunstschule Hannover sowie an der Technischen Hochschule Hannover zwischen 1946 und 1953. Schon früh wurde ihr Talent mit dem Preis "Junge Kunst in Niedersachsen" gewürdigt, gefolgt von einem Stipendium in der Villa Massimo in Rom und dem Förderpreis des Niedersächsischen Kunstpreises.

Marwedes Werke zeichnen sich durch ihre Präsenz sowohl in sakralen Räumen als auch im Freien aus. Sie schuf beispielsweise das Kruzifix für die Martin-Luther-Kirche in Ehlershausen und das Altarkreuz für die Dietrich-Bonhoeffer-Kirche in Hamburg-Oldenfelde. Die Skulptur "Zeichen des Galilei", aufgestellt vor dem Kernforschungszentrum Karlsruhe, entstand 1986 und zeigt ihre Fähigkeit, wissenschaftliche Themen künstlerisch zu interpretieren.

Ein weiteres bedeutendes Werk ist das Mahnmal für die Opfer der NS-Justiz vor der Deutschen Richterakademie in Trier, welches sie nach einem Wettbewerbserfolg 1989 realisierte. Dieses rund 1,80 Meter hohe Monument besteht aus einem bronzenen Kopf auf einem Muschelkalksockel.

Als Mitglied des Deutschen Künstlerbundes trug Marwede regelmäßig zu den Jahresausstellungen bei und engagierte sich zudem ab 1979 bei der Neuen Gruppe in München. Ihr Engagement spiegelt sich auch darin wider, dass sie Teil der Ankaufskommission des Bundes war.

Die Skulptur "Mnais" aus dem Jahr 1958 repräsentiert Marwedes frühes Schaffen – eine Bronzeplastik auf Betonsockel – welche die Vielseitigkeit ihrer Materialbeherrschung unterstreicht. Gabriele Marwede lebt und arbeitet heute zurückgezogen in Springe; ihr Lebenswerk bleibt jedoch ein fester Bestandteil deutscher Kunstgeschichte.

Porträt von Gabriele Marwede

Kunstwerke des Künstlers

Mnais von Gabriele Marwede Mnais

Gabriele Marwede