George Rickey
George Rickey wurde 1907 in South Bend, Indiana, geboren. Er war ein US-amerikanischer Bildhauer, der zu den bedeutendsten Vertretern der kinetischen Kunst zählt.
Nach einem Studium der Geschichte in Oxford und künstlerischer Ausbildung in Paris wandte sich Rickey zunächst der Malerei zu. Während seiner Tätigkeit im technischen Dienst der US-Armee im Zweiten Weltkrieg entdeckte er seine Faszination für Mechanik und begann, erste bewegliche Skulpturen zu entwerfen. Ab den 1950er-Jahren entwickelte Rickey aus Edelstahl präzise ausbalancierte, windbewegte Skulpturen, die er selbst als „nutzlose Maschinen“ bezeichnete. Seine Werke basieren auf einfachen geometrischen Formen und reagieren sensibel auf Luftbewegung und Schwerkraft. Anders als Jean Tinguely setzte Rickey keine Motoren ein – seine Skulpturen leben von der natürlichen Bewegung und verändern sich mit jedem Luftzug.
Rickey nahm an mehreren documenta-Ausstellungen in Kassel teil (1964, 1968, 1977) und war vielfach international vertreten. Ab den 1960er-Jahren arbeitete er regelmäßig in Deutschland, u. a. als DAAD-Stipendiat in Berlin. Öffentliche Skulpturen von ihm finden sich weltweit, darunter in Frankfurt, Münster und Fulda. George Rickey starb 2002 in Saint Paul, Minnesota.
