Günter Tollmann
Günter Tollmann wurde 1926 in Gelsenkirchen geboren und war ein deutscher Maler, Bildhauer und Objektkünstler. Im Zweiten Weltkrieg war er als Soldat in Frankreich und bis 1948 in Kriegsgefangenschaft, wodurch er eine enge Verbindung zu Frankreich entwickelte, die ihn sein Leben lang prägte. Nach einer Ausbildung zum Schriftenmaler studierte er von 1956 bis 1959 Malerei an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf bei Ferdinand Macketanz. Seine künstlerische Laufbahn begann mit Collagen und Malerei, die von Expressionismus und der Nouvelle École de Paris beeinflusst waren. Seine erste Ausstellung machte ihn als vielversprechenden Künstler bekannt. In den 1960er Jahren engagierte er sich mit seiner Frau Ursula für die Verbreitung zeitgenössischer Kunst, und sein Atelier wurde zu einem Treffpunkt für Künstler. Er arbeitete mit Yves Klein und Jean Tinguely zusammen und entwickelte später kinetische Skulpturen, die ihm internationale Anerkennung einbrachten. 1969 gehörte er zu den Mitbegründern der Künstlergruppe B1 und verlegte sein Atelier in das Kunstmuseum Gelsenkirchen. Tollmann war Mitglied im Westdeutschen Künstlerbund und im Deutschen Künstlerbund und lehrte an der Hochschule für Künste Bremen. Seine Werke, darunter bewegliche Plastiken, sind in zahlreichen Städten im öffentlichen Raum zu finden. Er erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter den Kunstpreis der Stadt Gelsenkirchen für Malerei und Plastik sowie den Prix de Jeune Sculpture in Paris. Günter Tollmann starb 1990 in Hannover.
