Hanspeter Lechner
Hanspeter Lechner, geboren in Witten, ist ein Keramikkünstler, der seine handwerkliche Ausbildung im väterlichen Atelier absolvierte und später den Betrieb übernahm. In seiner frühen Schaffensphase verbrachte er Zeit mit dem italienischen Bildhauer Mario Porcú in Albisola und ließ sich von der dortigen Keramikszene inspirieren. Auch die Begegnung mit Picasso in Vallauris prägte sein künstlerisches Wirken. Seine Werke umfassen vor allem Baukeramiken und Wandgestaltungen sowie exklusive Kachelöfen, wobei er häufig im öffentlichen Raum Dortmunds tätig war – darunter "Kunst am Bau"-Projekte wie das Hallenbad Dietrich-Keuning-Haus oder das Hallenbad Lütgendortmund.
Lechners Arbeiten zeichnen sich durch abstrakte Formen aus, beeinflusst von Joan Miró und Josep Llorens i Artigas. Trotz weniger freier Arbeiten machte er sich einen Namen durch Auftragsarbeiten und Wettbewerbsteilnahmen. Seine Kunstwerke wurden unter anderem 1965 und 1971 in Gruppenausstellungen zur deutschen Keramik gezeigt.
Neben seiner Tätigkeit als Künstler widmete sich Lechner auch dem Designbereich, arbeitete für Hoesch AG und gestaltete Inneneinrichtungen von Jachten sowie Platzgestaltungen in Städten wie Witten und Moers. Heute leitet seine Frau den Lechnerhof mit zehn Angestellten, während Hanspeter Lechner sowohl in Amsterdam als auch weiterhin in Witten wirkt.
In der App sind verschiedene Reliefs aus farbiger sowie glasierter Keramik zu sehen, die zwischen 1955 und 1974 entstanden sind; einige davon wurden gemeinschaftlich mit dem Architekten Will Schwarz realisiert und stehen heute unter Denkmalschutz.
