Helga Wendhut-Brésan
Helga Wendhut-Brésan, eine deutsche Bildhauerin, schuf vornehmlich aus Stahl beeindruckende Kunstwerke wie die Skulptur "Turm", die 1956 entstand. Diese Plastik ist ein charakteristisches Beispiel für ihre Arbeit und steht seit ihrer Enthüllung vor dem Fritz-Henßler-Haus in Dortmund, einer Einrichtung für Jugendbildung. Die Konstruktion des "Turms" besteht aus spitzwinkligen Formen auf drei konvergierenden Stahlrohren und fügt sich harmonisch in das architektonische Umfeld des Gebäudes ein, welches von Fido Spröde im Geiste der fünfziger Jahre gestaltet wurde. Wendhut-Brésans Werk zeichnet sich durch eine spielerische Auseinandersetzung mit geometrischen Formen und asymmetrischen Strukturen aus, was auch in den teilweise kreisförmig ausgestanzten Stahlplatten zum Ausdruck kommt.
Die Künstlerin versteht es meisterhaft, die Schwere des Materials zu transzendieren und eine Atmosphäre von Leichtigkeit zu erzeugen. Ihre Arbeiten reflektieren somit nicht nur ästhetische Prinzipien der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg sondern bieten auch einen Raum für Begegnungen – passend zur sozialen Funktion des Ortes. Der "Turm" illustriert eindrücklich Wendhut-Brésans Talent darin, industrielle Materialien in organisch anmutende Kunst umzuwandeln und damit sowohl visuell als auch konzeptuell zu überzeugen.
