Herwarth Schulte

Künstler:in (*) 1902 (†) 1996 1 Kunstwerk

Leben: (*) 1902, (†) 1996

Anzahl Kunstwerke: 1

Herwarth Schulte war ein deutscher Architekt, der vor allem durch seine prägende Rolle beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg in Dortmund bekannt wurde. Nach einer praktischen Ausbildung und ersten beruflichen Stationen bei verschiedenen Architekturbüros eröffnete Schulte 1946 sein eigenes Büro in seiner Heimatstadt. Sein Wirken ist eng mit dem Neubau bedeutender Gebäude wie der Allgemeinen Ortskrankenkasse am Königswall verbunden. Besonders hervorzuheben sind seine Arbeiten an Kirchen, darunter St. Reinoldi und St. Petri sowie St. Johannes und St. Dionysius, die oft um Pfarrhäuser und Kindergärten ergänzt wurden.

Schultes Beitrag zum städtebaulichen Erbe Dortmunds umfasst auch profane Bauten wie das Hoesch-Verwaltungsgebäude und den O-Bus-Betriebsbahnhof in Brünninghausen bis in die frühen 1970er-Jahre. Seine künstlerische Handschrift hinterließ er ebenfalls im Mahnmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges aus Sandstein und Bronze, welches 1956 entstand und an dem Künstler*innen wie Endlich und Heinrich Bayer beteiligt waren.

Nach seinem Tod ging sein umfangreicher Nachlass, bestehend aus einem fast vollständigen Aktenfundus von etwa 4800 Plänen sowie einer vielfältigen Bibliothek mit Titeln ab den 1920er Jahren, ins Baukunstarchiv NRW über – eine wertvolle Dokumentation seines Lebenswerks als regional tätiger Architekt der Nachkriegszeit.

Kunstwerke des Künstlers