Joachim Schmettau
Joachim Schmettau, geboren in Bad Doberan und ansässig in Berlin, ist ein renommierter deutscher Bildhauer, der sich durch die Kombination von figurativen und geometrischen Elementen sowie extrem glatten Oberflächen auszeichnet. Sein Studium absolvierte er an der Hochschule der Künste in Berlin und schloss dieses als Meisterschüler bei Professor Ludwig G. Schrieber ab. Schmettaus künstlerische Laufbahn ist geprägt von zahlreichen Auszeichnungen wie dem Villa-Romana-Preis (1968) und dem Villa-Massimo-Preis (1970/71). Er war Mitglied des Deutschen Künstlerbundes und Gründungsmitglied der „Gruppe Aspekt“.
In seinen frühen Werken experimentierte Schmettau mit Materialien wie Sandstein, Gips und Stuck; später integrierte er Bronze und Glas in seine Skulpturen. Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählt der "Weltkugelbrunnen" auf dem Breitscheidplatz in Berlin-Charlottenburg, auch liebevoll "Wasserklops" genannt, welcher 1984 fertiggestellt wurde.
Schmettau prägte das Stadtbild Berlins nicht nur durch den "Weltkugelbrunnen", sondern auch durch weitere Projekte im öffentlichen Raum wie Fassadenreliefs und Brunnen. Von 1971 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2002 lehrte er an seiner Alma Mater.
Seine Kunstwerke sind sowohl national als auch international anerkannt und wurden vielfach ausgestellt. Der Europa-Brunnen aus Granit und Bronze, entstanden 1989, zeugt ebenso von seinem gestalterischen Talent für großformatige Installationen im urbanen Kontext. Joachim Schmettaus Werk spiegelt eine tiefe Auseinandersetzung mit Formgebung wider – stets zwischen Kontrastlust und realistischer Darstellung balancierend.
