Johannes Schilling
Johannes Schilling, ein deutscher Bildhauer des 19. Jahrhunderts, erlangte durch seine Sandsteinfigurengruppe "Vier Tageszeiten" auf der Brühlschen Terrasse in Dresden weitreichende Bekanntheit. Seine künstlerische Laufbahn begann mit einem Studium an der Kunstakademie Dresden und führte ihn über Berlin zurück nach Dresden, wo er ab 1857 sein eigenes Atelier betrieb. Schillings Werke zeichnen sich durch eine Vielfalt an Materialien wie Bronze und Sandstein aus und entstanden hauptsächlich im Zeitraum seiner aktiven Schaffensjahre bis zu seinem Tod im Jahr 1910.
Neben bauplastischen Arbeiten für Gebäude schuf er auch Denkmäler und Grabplastiken in Deutschland und Europa. Zu seinen bedeutenden Werken zählen die Quadriga der Semperoper sowie das Reiterstandbild König Johanns von Sachsen. Als Professor prägte er Generationen von Künstlern an der Dresdener Kunstakademie.
Sein Einfluss reichte bis nach Wien, wo sein Entwurf für das Friedrich-Schiller-Standbild realisiert wurde. Trotz des Verlusts einiger Monumente wie den Bismarck- oder Albert-Denkmälern bleibt sein Erbe durch rund 280 Plastiken sowie über tausend Zeichnungen erhalten, die dem Kupferstichkabinett Dresden als Dauerleihgabe dienen.
Eines seiner späten Werke ist die Ehrenstatue Kaiser Wilhelms I., eine Skulptur aus Bronze auf einem Granitsockel, geschaffen im Jahre 1894. Johannes Schilling verstarb in Klotzsche bei Dresden und hinterließ einen bleibenden Eindruck in der Welt der Bildhauerei.
