Joseph Niggenaber
Joseph Niggenaber, gebürtig aus Dortmund, war ein Architekt, der das Stadtbild seiner Heimatstadt maßgeblich mitgestaltete. Sein architektonisches Schaffen zeichnete sich durch eine leichte und schwebende Fliesenverkleidung mit blauen und türkisen Mosaikfliesen aus. Diese Elemente spiegelten den Zeitgeist der Nachkriegszeit wider und sollten einen Neuanfang symbolisieren. Zu seinen bekanntesten Werken zählen das Geschäfts- und Verwaltungsgebäude Rüschenbeck/Gerwi an der Kampstraße sowie das Glockenspielhaus an der Ecke Lühringhof 6/Kampstraße, welches er entwarf und das 1956 fertiggestellt wurde.
Niggenabers Einfluss auf die Architektur Dortmunds ist bis heute erkennbar, obwohl viele seiner Gebäude im Laufe der Zeit stark verändert wurden. Das Glockenspielhaus beispielsweise war einst für seine Kombination aus heller Architektur und melodischem Glockenspiel bekannt. Darüber hinaus schuf Niggenaber auch bedeutende Gedenkstätten wie das Ehrenmal für die Opfer des Zweiten Weltkriegs aus Muschelkalk im Jahr 1946. Joseph Niggenaber verstarb 1967 in Dortmund.
