Max Schegulla
Max Schegulla, geboren in Trachtenberg/Schlesien, war ein vielseitiger Künstler, der sich nach seinem Studium der Kunstgeschichte und Architektur sowie Metallplastik bei Gerhard Marcks in Dierkshausen niederließ. Dort schuf er ein breites Spektrum an Werken: von Plastiken aus Stahl, Aluminium und Bronze bis hin zu großformatigen Flügelaltären in Kirchen aus Holz, Ortbeton und Bleiglas. Seine Skulpturen zeichnen sich durch eine meisterhafte Materialbearbeitung aus – darunter auch die 10 Meter hohe "Schleife im Raum" oder das fast 14 Meter hohe Pendelmobile aus Stahl. Schegullas Bronzen wurden nicht nur privat gesammelt, sondern zieren auch öffentliche Räume in deutschen Städten wie Hamburg, Kiel und Dortmund. Er arbeitete mit Gießereien in der Schweiz und Italien zusammen und entwickelte eigene Verfahren für den Kunstguss im Wachsausschmelzverfahren. Neben seinen dreidimensionalen Arbeiten fertigte er Farbdrucke auf einer eigenen Presse mit Handwalzen an und widmete sich ebenso der Lyrik. Ein Beispiel seiner Skulpturen ist "David", eine Bronze auf Steinsockel aus dem Jahr 1981. Max Schegulla verstarb 2008 in Mulsum bei Bremerhaven; sein künstlerischer Nachlass wurde dem Gerhard Marcks Museum in Bremen überlassen.
