Mile Prerad
Mile Prerad, ein serbisch-bosnisch-deutscher Bildhauer, hat sich durch seine ausdrucksstarken Skulpturen einen Namen gemacht. Ursprünglich aus Niševići stammend, begann Prerad seine künstlerische Ausbildung an der Kunsthochschule in Zagreb und vertiefte sein Schaffen nach seiner Übersiedlung nach Deutschland im Jahr 1966. In Menden baute er nicht nur eine Dachdeckerfirma auf, sondern folgte auch seiner Leidenschaft für die Kunst. Seine Werke reflektieren Themen wie Natur, Religion und das Leben von Gastarbeiter*innen sowie setzen sich mit Menschenrechten und Integration auseinander.
Prerads künstlerischer Durchbruch wurde 1986 mit dem Kunstpreis der Stadt Menden gewürdigt; später folgte der INTR°A-Projektpreis für Komplementarität der Religionen im Jahr 2000. Seine Arbeiten sind europaweit in Städten wie Brüssel, Wien oder Dortmund zu finden und zeugen von einer intensiven Auseinandersetzung mit maritimen Motiven sowie der besonderen Natur des Ostseeraums.
Die Materialien Holz und Stein dominieren sein Œuvre – insbesondere Eiche und Rügener Granit wurden von ihm bevorzugt bearbeitet. Zu seinen bekanntesten Skulpturen zählen "Fundament des Lebens" (1987), "Mutter aller Menschen" (2010) und "Mutterliebe" (2015). Diese Werke illustrieren eindrucksvoll Prerads Fähigkeit, sowohl robuste als auch feinsinnige Aspekte menschlicher Existenz darzustellen.
Seit Mitte der 1990er Jahre lebt Mile Prerad auf Rügen, wo er weiterhin aktiv schafft und zahlreiche großformatige Skulpturen erschuf, die heute den öffentlichen Raum bereichern. Sein Beitrag zur zeitgenössischen Bildhauerei bleibt unverkennbar geprägt von seinem multikulturellen Hintergrund und seinem Engagement für soziale Themen.
