Rosemarie Zensen
Rosemarie Zensen war eine vielseitige Künstlerpersönlichkeit, die ihre kreative Laufbahn mit einer Ausbildung als Steinmetz und Steinbildhauerin begann. Ihre Werke, vornehmlich aus Sandstein und Zement gefertigt, spiegeln ihr handwerkliches Geschick wider. Nach einem fast zehnjährigen Aufenthalt in Südafrika kehrte sie zurück nach Deutschland, wo sie sich zusätzlich zur Ergotherapeutin und Gestaltungstherapeutin weiterbildete. Ab 1993 verband Zensen ihre therapeutische Tätigkeit in der Psychiatrie mit ihrer künstlerischen Arbeit.
Zensens Schaffen umfasste sowohl Einzel- als auch Gruppenausstellungen; so gründete sie 1988 die Bildhauer-Gruppe Langschede und leitete diese. Ihre Skulpturen wurden unter anderem in der VEW Galerie Dortmund und im Rathaus Menden präsentiert. Besondere Projekte wie die Installation "350 Jahre Westfälischer Frieden" zeugen von ihrem Engagement für historische Themen.
Die Plastik "Wiesenkinder" ist ein Beispiel ihres Schaffens, das trotz fehlender Jahresangabe ihren Stil repräsentiert. Rosemarie Zensen war Mitglied im Bundesverband Bildender Künstler (BBK) und hinterließ einen bleibenden Eindruck in der Kunstszene.
Ihr plötzlicher Tod im Jahr 2006 beendete abrupt ihr Wirken; dennoch fand posthum ihre letzte Ausstellung statt – ein Tribut an eine Künstlerin, deren Werk durch Authentizität und handwerkliche Präzision besticht.

