Samuel Treindl
Samuel Treindl, geboren in Beuron-Hausen, ist ein facettenreicher Künstler, der sich durch eine fundierte Ausbildung im Handwerk und Design auszeichnet. Nach einer Lehre als Drechsler vertiefte Treindl seine Kenntnisse im Produktdesign an der Fachhochschule Münster und erweiterte sein Repertoire um Bildhauerei an der Kunstakademie Münster unter den Professuren von Ayşe Erkmen und Mariana Castillo Deball. In seinen Werken erforscht Treindl Materialien und setzt sich mit anarchistischen Produktionsmethoden sowie Kunst im öffentlichen Raum auseinander.
Mit seiner Forschungsstelle für anarchistische Produktion (FFAP) strebt er nach Gleichberechtigung in Gestaltungs- und Fertigungsprozessen. Seine Karriere ist geprägt von Assistenzrollen bei namhaften Künstler*innen wie Suse Weber oder Justin Matherly sowie zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen, darunter die "Kunst Jetzt" 2019 in Lüdenscheid.
Treindls Schaffen wurde mehrfach ausgezeichnet; so erhielt er unter anderem den Kunstpreis Nordwestkunst 2019 und Förderungen von renommierten Stiftungen. Als Meisterschüler bei Mariana C. Deball schloss er seine akademische Laufbahn ab.
Neben seiner künstlerischen Tätigkeit engagiert sich Treindl auch pädagogisch: Seit 2022 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Siegen mit einem Fokus auf künstlerische Strategien im öffentlichen Raum. Zuvor leitete er diverse Workshops zu Themen wie "low cost design" oder parasitäre Produktion.
In seinem Werk "Produktionsskulptur", das gemeinsam mit David Rauer entstand, manifestieren sich seine theoretischen Überlegungen zur Materialität und Prozessorientierung in physischer Form. Samuel Treindls Arbeiten sind vor allem Skulpturen, die überwiegend seit dem Jahr 2004 entstanden sind.
