Sebastian Wien
Sebastian Wien, ein in Dortmund ansässiger Bildhauer, hat sich auf die Verarbeitung von Stahl spezialisiert und kreiert seit über drei Jahrzehnten Skulpturen, die durch ihre schlichte Eleganz und räumliche Präsenz bestechen. Seine künstlerische Laufbahn begann mit einer Ausbildung im Metallhandwerk und führte über das Studium des Maschinenbaus sowie Industriedesigns zur freischaffenden Tätigkeit als Bildhauer. Wiens Schaffen ist geprägt von der Auseinandersetzung mit Harmonie, Balance und Ausgewogenheit.
In seinen frühen Werken experimentierte Wien mit Assemblagen aus Rohrsegmenten und Blechen, bevor er zu filigraneren Drahtfiguren überging. Die Reduktion der Formensprache hin zu abstrakter Klarheit kennzeichnet seine spätere Entwicklung. Seit Ende der 1990er Jahre widmet sich Wien ausschließlich dem Stahl – einem Material, das er durch Biegen, Schneiden und Verschweißen transformiert.
Die Oberflächengestaltung seiner Skulpturen resultiert aus einem Zusammenspiel zwischen bewusster Bearbeitung und natürlicher Oxidation; eine Synthese aus künstlerischem Willen und zufälligen Naturprozessen. In Wandarbeiten wie den Monotypien oder Monoprints setzt er diese Technik fort, wobei hier auch die Kraft der Elemente Feuer und Wasser zum Tragen kommt.
Wien verleiht dem schweren Industriematerial eine unerwartete Leichtigkeit – etwa in "Ohne Titel" (2016), wo Edelstahl auf Beton trifft – indem er sphärische Formen dekonstruiert und neu arrangiert. Der Kreis als Ursprungsmotiv symbolisiert dabei die stetige Suche nach Vollkommenheit.
Seine Arbeiten sind nicht nur im Ruhrgebiet anerkannt; sie finden sich ebenso in öffentlichen Sammlungen wie Museen wieder. Durch zahlreiche Ausstellungen hat Wien auch international Aufmerksamkeit erlangt. Informationen zu seinem Werk bietet seine Website www.sebastianwien.de anlässlich einer aktuellen Ausstellung in Nümbrecht mit rund 20 Skulpturen und Wandarbeiten einen umfassenden Einblick in sein Schaffen.
