William Tucker
William Tucker (*1935 in Kairo, Ägypten) ist ein britisch-amerikanischer Bildhauer. Er wuchs in England auf und studierte Geschichte in Oxford, bevor er sich der Kunst zuwandte. Er studierte am St. Martin’s College of Art and Design und an der University of Oxford. In den 1960er- und 70er-Jahren gehörte Tucker zur sogenannten „New Generation“ britischer Bildhauer, deren Werke durch geometrische Abstraktion und industrielle Materialien geprägt waren. Internationale Aufmerksamkeit erlangte er durch seine Teilnahme an der Ausstellung „Primary Structures“ in New York (1966) und an der documenta 4 in Kassel (1968). Parallel war er als Kunsttheoretiker und Ausstellungskurator aktiv. 1974 veröffentlichte er das Buch „The Language of Sculpture“.
1978 zog Tucker in die USA, wurde 1985 amerikanischer Staatsbürger und verlagerte seine künstlerische Praxis in eine neue Richtung. Seine Arbeiten wurden zunehmend massiver und oft aus Bronze geformt, mit Anklängen an mythologische Figuren oder organische Formen. Tucker war Professor an verschiedenen Hochschulen in den USA, darunter an der Columbia University, und wurde mehrfach ausgezeichnet. Er erhielt zum Beispiel das Guggenheim-Stipendium (1980) und den Lifetime Achievement Award des International Sculpture Center (2010). Er lebt und arbeitet in Massachusetts.
