Wolfgang Fräger
Wolfgang Fräger, ein deutscher Maler, Grafiker und Bildhauer von europäischem Rang, schuf Werke mit tiefen regionalen Wurzeln. Seine Kunst reflektiert häufig symbolisch und abstrahierend die Themen Bergbau, Industrialisierung, Umweltzerstörung sowie religiöse Motive. Nach seiner Ausbildung an der Werkkunstschule Dortmund und einer Unterbrechung durch Wehrdienst sowie Kriegsgefangenschaft nahm er seine künstlerische Laufbahn auf. Inspiriert von Studienaufenthalten in Paris, Amsterdam und Schweden zwischen 1952 und 1958 entwickelte Fräger seinen Stil weiter.
Auszeichnungen wie der "Kunstpreis Jung Westfalen" im Jahr 1951 und der erste Preis der "Dankspende des deutschen Volkes" im Jahr darauf zeugen von seiner frühen Anerkennung. Einem breiteren Publikum wurde er durch einen Beitrag des ZDF Kulturmagazins Aspekte im Jahre 1968 bekannt. Auch später blieb sein Schaffen nicht unbeachtet; so erhielt er Stipendien für Aufenthalte in Schweden und konnte kurz vor seinem Tod noch einen Workshop in Nairobi leiten.
In den späten Jahren seines Lebens entstanden unter anderem Plastiken aus Edelstahl – eine Materialwahl, die seine Fähigkeit zur Arbeit mit verschiedenen Medien unterstreicht. Diese Skulpturen ohne Titel aus dem Jahr 1973 sind das Ergebnis einer Zusammenarbeit mit Theo Uhlmann, Horst Heckemüller und A. Finke.
Frägers Geburtsstadt Bergkamen ehrte ihn posthum Ende der 1990er Jahre mit einer nach ihm benannten Straße; Bönen folgte diesem Beispiel im Jahr 2008. Wolfgang Frägers Vermächtnis als bildender Künstler bleibt somit sowohl in seinen Werken als auch in den Orten seines Lebens verewigt.
