Wolfgang Kreutter
Wolfgang Kreutter war ein deutscher Bildhauer, der sich in seiner künstlerischen Laufbahn intensiv mit den Materialien Stein, Holz und Bronze auseinandersetzte. Nach dem Kriegsdienst und einer kurzen Kriegsgefangenschaft begann er 1945 eine Ausbildung als Drechsler und Holzbildhauer, bevor er seine Studien an der Landeskunstschule Hamburg fortsetzte. Dort wurde er von Edwin Scharff und Gerhard Marcks geprägt. Ab 1950 etablierte sich Kreutter als freischaffender Künstler und schuf sowohl figürliche als auch abstrakte Werke für profane sowie sakrale Räume.
Kreutters Schaffen umfasste neben Skulpturen auch architektonische Elemente wie Fassadengestaltungen und Wandreliefs, wobei er regional vorkommende Materialien wie Schiefer oder Glasmosaik nutzte. Zudem war er als Kunsterzieher in Fernsehsendungen für Kinder im WDR.
In den Jahren zwischen 1957 und 1989 widmete Kreutter sich vornehmlich der Sakralkunst; über hundert Kirchen wurden durch seine Kunstwerke bereichert. Er gestaltete Innenräume von Gemeindehäusern und Kapellen in Westfalen und darüber hinaus, errichtete Mahnmale im öffentlichen Raum und war maßgeblich an der Restaurierung historischer Backhäuser beteiligt.
Sein Engagement für die kirchliche Kunst fand Anerkennung durch die Mitgliedschaft im Beirat für Kirchbau der Evangelischen Kirche von Westfalen. Auch nach seinem Umzug nach Stadtlohn blieb er künstlerisch aktiv bis zu seinem Tod im Jahr 1989.
