Bilderflut XXIX: Porträt Helmholtz

MuralGraffitiBaukunst

Künstler: Alexandra Perchner, Ulrich Perchner, Peter Michalke

Jahr: 2007

Das Mural "Bilderflut XXIX: Porträt Helmholtz" an der Münsterstraße des Helmholtz-Gymnasiums in Dortmunds Innenstadt-Nord ist eine Hommage an den deutschen Universalgelehrten Hermann Ludwig Ferdinand von Helmholtz. Als Physiologe und Physiker prägte er maßgeblich die Naturwissenschaften seiner Zeit, erforschte unter anderem die Fortpflanzungsgeschwindigkeit von Nervenreizen und begründete die Dreifarbenlehre sowie die musikalisch-akustische Forschung. Seine Erfindungen wie die Helmholtzspule und der Augenspiegel sind bis heute relevant. Die künstlerische Gestaltung dieses Murals entstand durch ein partizipatives Verfahren, bei dem Schüler*innen des Gymnasiums nach einem internen Wettbewerb einen Entwurf entwickelten. Das zentrale Motiv bildet ein überdimensionales Auge, das Helmholtz in seiner Pupille reflektiert. Begleitet wird das Bild von Textelementen: „HELMHOLTZ Hermann Ludwig Ferdinant von * 31. August 1821 † 8. September 1894 Das menschliche Auge blinzelt 25000 mal am Tag"; und einem Zitat Joseph Jouberts: "Zeichnen ist Sprache für die Augen, Sprache ist Malerei für das Ohr“. Das Zitat steht auch, als ein Symbol für die Diversität der Schülerschaft, in russischer und arabischer Schrift darunter. Die Umsetzung erfolgte durch Alexandra und Ulrich Perchner sowie Peter Michalke im Jahr 2007. Dieses Urban II-Projekt wurde mit Mitteln der EU, des Landes NRW und der Stadt Dortmund finanziert; Träger ist Planerladen e.V., wobei auch das Jugendamt Kinder und Jugendliche in Kooperation mit Planerladen e.V. beteiligte. "Bilderflut" stellt als begehbares Bilderlexikon nicht nur eine ästhetische Bereicherung dar, sondern trägt auch zur Imageverbesserung des Stadtteils Innenstadt-Nord bei. Es fördert zudem den Dialog zwischen den Generationen und Kulturen innerhalb des Viertels.