Gruppe
Künstler: Artur Schulze-Engels
Jahr: 1958
Die Skulptur "Gruppe" von Artur Schulze-Engels, einem Bildhauer aus Dortmund, ist ein charakteristisches Beispiel für die abstrahierte Nachkriegskunst. Mit einer Höhe von 0,60 m und einer Breite von 1,00 m zeigt das bronzene Kunstwerk zwei leicht abstrahierte Figuren auf einem Sockel, die sich vornübergebeugt gegenübersitzen und den Boden betrachten – eine Pose, die an Spieler erinnert, was auch in alternativen Titeln wie „Spieler“ zum Ausdruck kommt. Diese Skulptur gehört zu den ersten Werken, die in den 1950er Jahren im Westfalenpark aufgestellt wurden. In der Darstellung dieser Figuren spiegelt sich der Übergang zwischen Figuration und Abstraktion wider: Die Gegenständlichkeit bleibt erhalten, während gleichzeitig ein deutlicher Drang zur Abstraktion erkennbar ist. Ursprünglich wurde "Gruppe" als Gipsskulptur für die erste Dortmunder Bundesgartenschau im Jahr 1959 errichtet und später durch einen Bronzeguss ersetzt. Das Werk entstand im Zuge eines Bildhauerwettbewerbs zur Bundesgartenschau und kann als repräsentativ für die künstlerische Auseinandersetzung der frühen Nachkriegsjahrzehnte angesehen werden. Es befindet sich im Westfalenpark in einer kleinen Grünanlage nahe dem Fernsehturm in Dortmunds Innenstadt-Ost und lädt Betrachtende dazu ein, über das Zusammenspiel von Formen und Materialien sowie über den historischen Kontext seiner Entstehung nachzudenken. Artur Schulze-Engels (*1910 - †1995) hat mit diesem Werk einen bleibenden Beitrag zur deutschen Kunstgeschichte geleistet.
