Spielmauer
Künstler: Artur Schulze-Engels
Jahr: 1970
Die halböffentliche "Spielmauer" von Artur Schulze-Engels, ein farbenfrohes Betonkunstwerk aus dem Jahr 1970, befindet sich vor der Howart-Grundschule an der Straße Am Zehnthof in Dortmunds Innenstadt-Ost. Mit einer Länge von 6,50 m und einer Höhe von 1,60 m fordert das Werk die Betrachtenden mit seinen wechselnden Farben und Formen zum spielerischen Erkunden auf. Als eine interaktive Spiel- und Kletterplastik konzipiert, regt es dazu an, Kunst durch Berührung zu erfahren. Obwohl der Farbanstrich nicht mehr original ist, bleibt die Intention des Künstlers spürbar: Die miteinander verzahnten Elemente schaffen ein dynamisches Zusammenspiel aus Öffnungen und Bewegung. Der massive Beton bildet einen spannenden Kontrast zur lebendigen Abfolge sowohl runder als auch eckiger Formen. Artur Schulze-Engels' Schaffensphase in den 1970er und 80er Jahren war geprägt von zunehmender Abstraktion – ein Merkmal, das auch in diesem Werk deutlich wird. Je nach Blickwinkel kann die "Spielmauer" wie ein abstraktes Schlangenwesen erscheinen oder sich in tanzende Formen auflösen. Dieses Kunstobjekt zeichnet sich dadurch aus, dass es keine festgelegte Vorder- oder Rückseite hat; jede Ansicht offenbart neue Aspekte der Plastik. Die unvollständig wirkenden und fließenden Formen laden immer wieder zu neuer Betrachtung und Interpretation ein.
