Kunstpause
Künstler: atelier le balto
Jahr: 2016
Die Plastik "Kunstpause" des Berliner Landschaftsarchitekturbüros atelier le balto, entstanden im Jahr 2016, ist eine Hommage an die Ruhe und Reflexion inmitten urbaner Unruhe. In einem ehemals verwilderten Haselnusshain nahe eines Autobahnzubringers in Dortmund-Huckarde schufen die Künstler:innen einen Ort der Kontemplation am Ufer der Emscher. Durch den Erhalt des natürlichen Charakters und das gezielte Hinzufügen sowie Entfernen von Bewuchs entstand ein skulpturaler Raum mit einer Fläche von etwa 10.000 m². Das Werk besteht aus Lerchen- und Kastanienholz, wobei 16 Staketenzäune sowie Holzstege und -terrassen für Struktur sorgen. Die Installation lädt zum Verweilen ein; über Stege erreicht man das Innere des Hains, wo Plattformen zur Pause auffordern und eine veränderte Akustik die Geräusche der Stadt dämpft. Atelier le balto betrachtet diesen Ort als Prototyp eines 'Nicht-Orts' nach Marc Augé – ein Transitbereich unter Verkehrsadern transformiert zu einem Raum mit Aufenthaltsqualität. Zwischen 2016 und 2021 hat sich die Vegetation stark gewandelt, was zusammen mit benachbarten Neugestaltungen wie einer Skateanlage zu einer gestalterischen Überarbeitung durch atelier le balto im Jahr 2022 führte. Diese Kunstpause definiert sich selbst als Moment des Innehaltens vor dem Fortfahren – eine Einladung zur Ruhe in einem typischen Restraum des Ruhrgebiets. Sie repräsentiert nicht nur ästhetische Transformation sondern auch die Wiederbelebung brachliegender Orte durch minimale Interventionen, um sie neu erlebbar zu machen. Es gibt vier Beschriftungen: "28"; „KUNSTPAUSE / atelier le balto“; „Technische Daten: 7 Holzstege, (gesamt ca. 128 Meter), 16 Staketenzäune, Lärchenholz und Kastanienholz, Emscherkunst 2016“; „Das französische, in Berlin ansässige Landschaftsarchitekturbüro atelier le balto hat in einem verwilderten Haselnuss-Hain mit Holzstegen und Holzterrassen eine Situation geschaffen, die sie selbst als Kunstpause bezeichnen: „Der Begriff Kunstpause lässt sich definieren als die kurze Zeit, in der eine Schauspielerin oder ein Schauspieler kurz vor einer ausgedehnten Tirade einatmet!“ Dieser ehemalige Unort ist jetzt ein Raum geworden, der zur Ruhe, Meditation, zur Erholung einlädt - und dies an einem typischen „Restraum“ im Ruhrgebiet: unter einer Autobahnbrücke, neben der bereits renaturierten Emscher, direkt am Emscherradweg gelegen. So ist ein sich selbst überlassener Ort zu einem außergewöhnlichen Raum der Ästhetik und der Kunst geworden!“; „EMSCHER GENOSSENSCHAFT EGLV.DE URBANE KÜNSTE RUHR metropoleruhr / Regionalverband Ruhr / Förderer der Emscherkunst: Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein Westfalen“. Darunter "Emscher"; "Kunstweg", verbunden durch einen geschlängelten Fluss.
