Ehren- und Grabmal für die Opfer des Grubenunglücks am 8.8.1920
Künstler: Benno Elkan
Jahr: 1921 (?)
Das Mahnmal auf dem Nordfriedhof in Dortmunder-Eving, geschaffen von Benno Elkan (1877-1960), ist eine bewegende Hommage an die Opfer des Grubenunglücks der Zeche Kaiserstuhl II vom 8. August 1920. Die Skulptur aus Kalkstein erreicht eine Höhe von etwa 4,00 m und zeigt eine fast nackte Frauengestalt, lediglich ihre Oberschenkel sind von einem Tuch bedeckt, sowie einen nackten Jungen. In einer nachdenklichen Pose stützt die Frau ihren Kopf mit der rechten Hand und umfasst mit ihrer linken Hand liebevoll die Schulter des Jungen. Die Frontseite des als Sarkophags ausgearbeiteten 3,50 m breiten Sockels trägt die Inschrift: „Den am 8. August 1920 verunglückten Bergleuten der Zeche Kaiserstuhl II in treuem Gedenken errichtet vom Eisen- und Stahlwerk Hoesch“. Weitere Inschriften an den Seiten sind leider unleserlich geworden. Eine Informationstafel nahe dem Kunstwerk liefert Kontext zum historischen Ereignis: Das Steinkohlen-Bergwerk war von 1853 bis 1966 in Betrieb und gehörte zu jener Zeit zum Eisen- und Stahlwerk Hoesch. Bei dem Unglück kam es während der Seilfahrt – dem Transport der Bergleute im Schacht – durch einen Seilriss zu einem ungebremsten Absturz, bei dem alle dreißig Bergarbeiter ihr Leben ließen. Die Trauerfeier fand wenige Tage später statt, wobei ein großer Trauerzug unter Anteilnahme vieler Bürgerinnen und Bürger die Verstorbenen zum Nordfriedhof begleitete, wo sie beigesetzt wurden. Dieses Denkmal steht somit nicht nur als Erinnerung an das tragische Ereignis selbst, sondern auch als Symbol für den Zusammenhalt und die Solidarität innerhalb der Gemeinschaft in schweren Zeiten.
