Grabstätte Familie Hövel-Grell, Relief Auferstehung
Künstler: Benno Elkan
Jahr: 1905
Das 2,25 m hohe und 2,50 m breite Grabmal mit dem 0,77 m hohen und 1,10 m breiten Relief "Auferstehung" für die Grabstätte der Familie Hövel-Grell ist ein Werk des Künstlers Benno Elkan aus dem Jahr 1905. Es zeigt eine Szene, die von den Worten Joseph Haydns Oratorium "Der Messias" inspiriert ist: gemeißelte Inschrift auf dem Grabmal: "SIE SCHALLT DIE POSAUN UND DIE TOTEN ERSTEHN". Diese Inschrift ziert den Architrav des ädikulaartigen Grabsteins aus Epprechtstein-Granit, welcher zusammen mit zwei Säulen und einem Podest einen monumentalen Rahmen für das Kunstwerk bildet. Das Bronzerelief, seit 2021 als Replik aus Polymerbeton vorhanden, wurde auf der Deutschen Kunstausstellung in Köln im Jahr 1906 präsentiert. Auf dem Relief selbst finden sich Signierungen von Elkan sowie der Gießerei: "BENNO ELKAN PARIS 05"; "ALEXIS RUDIER FONDEUR PARIS" (Vermerk der Gießerei) seitlich rechts. In einer Beschreibung durch August Clod wird das Betrachten des Reliefs als Blick in ein erwachendes Grab geschildert: Ein Mann streift seine Grabtücher ab und richtet seinen staunenden Blick gen Himmel während sein Oberkörper sich hebt. Neben ihm erweckt eine Frau zum Leben – noch mit geschlossenen Augen tastet sie empor. Doch es gibt auch jene Figur im Relief, die so tief schläft, dass weder Sonne noch Posaunenklang sie zu wecken vermag. Dieses eindrucksvolle Kunstwerk befindet sich auf dem Ostfriedhof in Dortmunds Innenstadt-Ost und bleibt ein Zeugnis Elkans künstlerischer Auseinandersetzung mit Tod und Auferstehung.
