Kriegerdenkmal in Schüren, Gefallenen 1866 und 1870-1871

KriegerdenkmalSkulptur

Künstler: Carl Naust

Jahr: 1874

Das Kriegerdenkmal in Dortmund-Schüren, entworfen von dem Bildhauer Carl Naust aus Münster, ist eine Huldigung an die Gefallenen der Einigungskriege 1866 und 1870-71. Am 14. August 1874 wurde dieses etwa 3,50 m hohe Denkmal aus Naturstein und Bronze feierlich enthüllt – ein Ereignis, das im Rahmen eines dreitägigen Festes stattfand. Die Wahl des Datums für die Einweihung fiel bezeichnenderweise nahe dem Jahrestag der Schlacht von Mars La Tour. Die Skulptur präsentiert stolz eine Germaniafigur mit Standarte, Siegerkranz und Schwert auf einem tonnenförmigen Sockel. Dieser ist kunstvoll verziert mit Rundbogenfriesen, Pflanzenornamenten sowie einem Eisernen Kreuz umgeben von einem Eichenkranz. Inschriften ehren den im Jahr 1866 gefallenen Soldaten sowie fünf weitere Schürener, die zwischen 1870 und 1871 ihr Leben ließen: „Es starben den Heldentod für König und Vaterland 1870/71“; „1866 Füsilier Carl Copp“; „1870 Musketier Theodor Böhr / Grenadier Heinrich Ohle / Musketier Friedrich Hielch / Musketier Konrad Ohle / Füsilier Johann Timmermann“; auf der Rückseite steht: "Ihren gefallenen Helden die Gemeinde Schüren am 14. August 1874". Finanziert wurde das Werk durch den örtlichen Krieger- und Landwehrverein zu Kosten von 1995 Mark. Im Jahre 1929 kam es zu einer Kontroverse über das Eigentum des Denkmals bzw. des Grundstücks zwischen Gemeindevertretung und Auftraggeber; diese mündete vor Gericht in einen Aufschub jeglicher Umsiedlungspläne wegen bevorstehender Eingemeindung nach Dortmund. Ob später eine Versetzung erfolgte, bleibt ungewiss. Heute befindet sich das Denkmal an der Schürener Straße vor einem Wohnhaus als stille Erinnerung an vergangene Opferbereitschaft.