Stählerner Baum
Künstler: Carlernst Kürten
Jahr: 1983
Die Skulptur "Stählerner Baum" von Carlernst Kürten, einem herausragenden Vertreter des Konstruktivismus aus Unna, ist eine 7,00 m hohe Edelstahlplastik. Sie entstand 1983 und wurde ursprünglich für den Eingang der Fußgängerzone Münsterstraße konzipiert. Später, im Jahr 1995, fand das Werk seinen Platz auf einer Grünfläche am Dietrich-Keuning-Haus in Dortmunds Innenstadt-Nord. Die Plastik setzt sich aus drei vertikal stehenden Stahlmasten zusammen, die durch Querstreben verbunden sind und ein Dreieck bilden. An diesen Masten sind paarweise Würfel angebracht, die so justiert sind, dass sie sich trotz Windbewegung nicht berühren. Diese sechs Kuben stehen auf einer Kante und sind an zwei gegenüberliegenden Seiten offen; im Inneren sorgen Metalldreiecke sowohl für Windgriffigkeit als auch für gestalterische Akzente. Das Werk zeichnet sich durch mathematische Präzision sowie strenge Proportionen aus und reflektiert damit Kürtens Vorliebe für technisch-mathematische Gestaltung seit den späten 1960er Jahren. Obwohl die Skulptur keine symbolische Bedeutung trägt – typisch für "Konkrete Kunst" – suggeriert ihr Name und ihre Positionierung inmitten eines Parks doch einen Bezug zu einem realen Baum. Als kinetisches Kunstwerk integriert der "Stählerne Baum" Bewegung als ästhetischen Bestandteil: Die winderzeugte Dynamik verleiht dem Objekt Leben. Carlernst Kürten (1921–2000), dessen Schaffen maßgeblich dem Konstruktivismus zugeordnet wird, reduzierte in dieser Arbeit Formelemente auf Quadrate und Würfel – eine Reduktion auf das Wesentliche, welche vielfältige plastische Effekte hervorruft und kontinuierlich neue visuelle Bezüge zur Umgebung schafft. Inschrift: "Stählerner Baum von Carlernst Kürten Gestiftet von der Stadtsparkasse Dortmund".
