Grabstätte Caspar Heinrich Jucho

SkulpturReliefGrabmal

Künstler: Clemens L. Buscher

Jahr: 1908

Das Grabmal des Stahlunternehmers Caspar Heinrich Jucho und seiner Familie ist eine eindrucksvolle architektonische Anlage aus Muschelkalk mit männlicher und weiblicher Bronzeskulptur, welche 1908 von Clemens L. Buscher geschaffen wurden. Signatur rechter Fuß Hosenkante: "Bronzeguss v. B. Förster Düsseldorf"; linkes Hosenbein unterhalb der Kniekehle: "C. L. BUSCHER o f. 08". Das Monument präsentiert sich auf dem Ostfriedhof in Dortmunds Innenstadt-Ost als ein kleines Bauwerk mit Rückwand, flankiert von niedrigen Mauern und zwei seitlichen Sitzgelegenheiten. Die Bänke zieren Medaillons: Ein Genius mit Violine sowie zwei umarmende Knaben sind darauf abgebildet. Die Rückwand imitiert die Fassade eines Mausoleums, begrenzt durch nach oben verjüngende Mauerstreifen mit Basis und Kapitell. Eine verschlossene Pforte wird von der Inschrift "Und ist es köstlich gewesen, so ist es Mühe und Arbeit gewesen" (Psalm 90,10) überwölbt, darunter finden sich die Namen der Verstorbenen: rechts: „CASPAR HEINRICH JUCHO geb. 2. MÄRZ 1843 gest. 1. FEBR. 1906“; „HEINRICH JUCHO geb. 6. SEPT.1878 gest. 30. DEZ. 1932“; „HILDE JUCHO Geb. HOESCH geb. 6. APRIL 1888 gest. 24. MAI 1973“; ANNELIESE JUCHO Geb. CARSTANJEN *1. JAN. 1919 †8. OKT. 2008“; „GÜNTER JUCHO *19. MAI 1917 †4. APRIL 1974“; links: „JOHANNA JUCHO Geb. WENCKER geb. 28. JANUAR 1854 gest. 21. JANUAR 1910“; „MAX JUCHO geb. 9. AUG. 1880 gest. 1. JUNI 1933“; „LINA JUCHO geb. 8. FEBR.1865 gest. 7. FEBR. 1945“; „NORBERT FRÖMMING *15. AUG. 1942 †22. FEBR. 1982“. Die beiden Bronzeskulpturen, eine 1,90 m hohe weibliche Figur in antikem Gewand hält eine Öllampe und berührt den muskulösen Arm einer 2,50 m hohen männlichen Figur in zeitgenössischer Arbeitskleidung. Über ihnen thront ein Tympanon mit Eckakroteren; im Zentrum zeigt ein Bronzemedaillon das Porträt Caspar Heinrich Juchos. Caspar Heinrich Jucho war nicht nur Gründer eines bedeutenden Stahlunternehmens, sondern auch politisch aktiv als Mitglied der Deutschen Fortschrittspartei sowie unbesoldeter Stadtrat in Dortmund. Seine Nachkommen führten sein Erbe fort und realisierten bedeutende Bauprojekte wie die Rendsburger Hochbrücke oder das "Blaue Wunder" in Dresden.