Fritzchen am Cranger Tor
Künstler: Dietmar Kremer
Jahr: 1996
Dieses Maskottchen ist wohl allen bekannt, die schon auf der Cranger Kirmes waren. Fritzchen am Cranger Tor ist nicht nur ein beliebtes Kirmessymbol, sondern auch eine dauerhaft installierte Figur im Herner Stadtraum. Die Plastik zeigt ein stilisiertes Grubenpferd mit Helm und Grubenlampe, in bergmännischer Kluft und mit betont freundlich rundlichen Proportionen. Als Standfigur auf einem Sockel positioniert, fungiert sie hier als Wegweiser und Repräsentant am Haupteingang des Kirmesareals an der Dorstener Straße. Gestaltet wurde das 1,6 m hohe und 400 kg schwere Fritzchen 1996 von Dietmar Kremer. Ursprünglich wurde die Figur von einem thailändischen Künstler aus Holz geschnitzt und später von der Familie Steinmeister in der heutigen Ausfertigung gestiftet. Der Name „Fritz“ wurde bei einem öffentlichen Wettbewerb entschieden und erinnert an die einstige Zeche Unser Fritz in Herne. Die Wahl eines „Emscherbrücher Dickkopps“ als Kirmesmaskottchen knüpft an die lokale Geschichte des Ortes an. Wo heute jährlich das größte Volksfest Nordrhein-Westfalens gefeiert wird, fand seit dem 15. Jahrhundert ein Pferdemarkt rund um Haus Crange statt. Dieser Markt gilt als Ursprung der Cranger Kirmes, die sich von einem regionalen Händlertreffen zu einem der bekanntesten Jahrmärkte Europas entwickelte. Das Kirmesmaskottchen verbindet so die Geschichte der Kirmes mit der Bergbaukultur des Ruhrgebiets. In dieser Rolle vermittelt die Figur zwischen Stadtraum und Festplatz, zwischen Erinnerungskultur und Gegenwart der Stadtgesellschaft.
