Alto

Skulptur

Künstler: Eckehard Lowisch

Jahr: 2015

Kann Kunst unsere Wahrnehmung des Alltäglichen beeinflussen? Die Skulptur „Alto“ steht in einer der fünf historischen Mauernischen des Bahnhofsplatzes, die einst als Stellplätze für Arbeitspferde dienten und erst bei der Neugestaltung des Platzes wieder freigelegt wurden. Dort erhebt sich eine etwa zwei Meter hohe, leicht geknickte weiße Form aus Marmor, die nach oben hin breiter wird. Goldfarbene Segmente gliedern sie und erinnern formal an Buchstaben, die allerdings nicht lesbar sind. Die Skulptur gehört zur fünfteiligen Werkreihe „Seltene Erden“, für die Lowisch profane Formen wie Sack, Silo, Tonne oder Tank in Marmor interprentierte. Der Titel „Alto“ (italienisch für „hoch“ bzw. „erhaben“) spielt auf diese angedeutete Aufwärtsgerichtetheit der Form an. 2015 wurden die fünf Skulpturen zunächst als zeitlich begrenzte Intervention installiert; 2017 sprach sich der Kulturausschuss für ihren dauerhaften Verbleib aus. Finanziert durch Spenden von konnte der Kunst‑ und Museumsverein die Werkgruppe erwerben. An diesem Ort markieren sie die Nischen deutlich und bringen uns dazu, die Geschichte und Architektur des Ortes zu reflektieren.