Frankfurt
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PlastikKünstler: Erich Reusch
Jahr: 1978
Die 1978 entstandene Plastik von Erich Reusch ist eine dezentrale, dreiteilige Stahlskulptur, die sich in den umgebenden Landschaftsraum einfügt. Das Werk besteht aus drei quadratischen Elementen aus CorTen-Stahl – einer vertikal aufrecht stehenden Stahlplatte, einer liegenden massiven Stahlplatte sowie einem quadratischen Rahmen, der einen Teil der darunterliegenden Rasenfläche einfasst. Die drei Stahlobjekte bilden keinen geschlossenen Körper, sondern erzeugen durch ihre offene Anordnung ein räumliches Spannungsfeld, das die Betrachtenden aktiv einbezieht. Die liegenden Elemente der Plastik sind bodeneben eingelassen. Das gerahmte Stück Rasenfläche integriert bewusst die Natur als Bestandteil der Arbeit und betont den Übergang zwischen Kunst und Landschaft. Die vertikale Stahlplatte setzt einen kontrastierenden Akzent, der die Perspektive verändert und den Raum zwischen den einzelnen Teilen betont. Beim Umschreiten der Plastik erschließen sich wechselnde räumliche Beziehungen und Sichtachsen, wodurch eine bewusste Wahrnehmung von Distanz, Nähe und Raumtiefe erzeugt wird. Wie für Reusch charakteristisch, treten die einzelnen Elemente weniger als autonome Skulpturen auf, sondern dienen dazu, den Raum bewusst zu strukturieren und erfahrbar zu machen. Das Zusammenspiel von Architektur, Landschaft und Skulptur ermöglicht eine dynamische Raumerfahrung, bei der die Beziehung zwischen Körper, Raum und Umgebung im Vordergrund steht. Ein weiteres Werk von ihm ist im Treppenhaus des Kubus sichtbar, welches über das Café Baristoteles erreichbar ist.
