Kriegerdenkmal in Nette, Gefallene 1914-1918
Künstler: Ewald Langenbach
Jahr: 1937
Das Kriegerdenkmal in Nette, ein Mahnmal für die im Ersten Weltkrieg Gefallenen, ist ein schlichter grau gestrichener Sandsteinquader von etwa 2,00 m Höhe und 2,50 m Breite. Es steht auf einem Sockel auf einem zweistufigen Fundament an der Mengeder Straße in Dortmund-Nette und wurde vom Huckarder Steinmetz Ewald Langenbach (*1909, †1940) entworfen. Die Inschrift zwischen zwei Eisernen Kreuzen lautet: „Sie lebten für uns, sie starben für uns und sollen leben in uns, Kriegerkameradschaft Dtd.-Nette.“ Ursprünglich zierte das bronzene Hoheitszeichen des Dritten Reiches den Stein, welches nach dem Zweiten Weltkrieg entfernt wurde. Die Enthüllung des Denkmals am 19. September 1937 war geprägt von nationalsozialistischer Propaganda und fand unter Beteiligung von NSDAP-Vertretern sowie lokalen Organisationen statt. Kontrovers diskutiert seit einer Städteverordneten-Sitzung im April 1930, erhielt das Projekt erst während des Nationalsozialismus ausreichend Unterstützung zur Realisierung. In den 1970er Jahren musste das Denkmal aufgrund einer Flussbettverbreiterung versetzt werden und befindet sich nun auf dem Areal der ehemaligen Netter Dorfschule neben drei historischen Kaiser-Eichen. Trotz wiederholter Graffiti-Attacken trägt es heute als Zeugnis der Vergangenheit eine mahnende Bedeutung – nicht nur bezüglich des Ersten Weltkriegs sondern auch hinsichtlich der Gräueltaten während der NS-Zeit. Die Verantwortung für Errichtung und Pflege lag bei der örtlichen Kriegergemeinschaft; heutzutage obliegt die Instandhaltung der Stadt Dortmund. Das Material besteht aus Ruhrsandstein mit Farbanstrichen zum Schutz vor Vandalismus.
