Ringfigur II-FZ 10
Ringfigur II-FZ 10
PlastikKünstler: Friedrich Gräsel
Jahr: 1967-1971
In „Ringfigur II -FZ 10, Hommage à Peter Leo“ verwandelt Friedrich Gräsel genormte Rohrteile in eine plastische Figur, die streng und spielerisch zugleich wirkt. Die Titel bei Gräsel sind sachlich-deskriptiv und leiten sich von den verwendeten Grundformen und Bauteilen ab; „FZ 10“ kennzeichnet die Materialgruppe Faserzement und eine laufende Variantennummer. Die Widmung bezieht sich aller Wahrscheinlichkeit nach auf den ersten Direktor der Städtischen Kunstgalerie Bochum. Ein Ring wächst aus einer sockelartigen Verlängerung. Durch die Ringöffnung ragen vier Rohre, die paarweise nach rechts und links abknicken. Der Verlauf dieser massiven Rohre lässt sich auf der Rückseite verfolgen. Zwei der Rohre führen nach unten in den Boden, zwei weitere sind nach unten gekrümmt und enden kurz nach der Öffnung. Hier werden auch zwei weitere Rohre sichtbar, die sich auf der Vorderseite nicht zeigen: diese ragen oben nebeneinander aus dem Ring heraus und krümmen sich ebenfalls nach unten. So entsteht ein Umlauf, der technische Logik zitiert und in eine fast organische Bewegung übersetzt. Gräsel schuf diese Figur 1967 aus naturgrauem Faserzement, doch nur wenige Jahre später wurde sie zerstört und musste 1971 rekonstruiert werden. Die Plastik misst 190 × 130 × 85 cm und befindet sich auf dem Gelände der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3. Außerhalb der Öffnungszeiten kann das Kunstwerk nur durch den Zaun betrachtet werden.
