Gestaltung der U-Bahn Station Reinoldikirche

WandbildBaukunst

Künstler: Georg Meissner, Helga Regenstein

Jahr: 1991

In der U-Bahn Station Reinoldikirche in Dortmund haben die Künstler*innen Georg Meissner und Helga Regenstein eine beeindruckende Wandgestaltung geschaffen. Über 300 m² Stahlblech wurden mit Emaille bearbeitet, um auf zwei Ebenen der Haltestelle ein künstlerisches Konzept zu realisieren, das sich thematisch an der nahegelegenen Reinoldikirche orientiert. Die Arbeiten aus dem Jahr 1991 zeigen figürliche Darstellungen von Themen und Personen im Zusammenhang mit der Kirche, darunter den Heiligen Reinoldus sowie gotische Architekturelemente. Die Gestaltung unterscheidet sich deutlich von früheren Projekten des Künstlerpaares für andere Dortmunder U-Bahn-Stationen, bei denen abstrakte Farbkonzepte mit einem leuchtenden Grün dominierten. Für die Station Reinoldikirche wählten sie hingegen eine figurative und verdichtete Komposition großer Wandflächen. Inspiriert von italienischen Fresken, basierten ihre Entwürfe auf fotographischen Vorlagen, die collagiert und verfremdet wurden. Die Farbigkeit dieser großformatigen Werke entstand durch das Auftragen lasierender Farbschichten. Der ockerfarbene Sandstein beim Bau der Station harmonisiert mit dem Ruhrsandstein der namensgebenden Kirche und betont so die Verbindung zwischen Kunstwerk und städtischem Kontext. Der Pylon des Architekten Walter von Lom macht die Station auch überirdisch sichtbar. Seit ihrer Eröffnung im September 1992 (Ebene -2 folgte im April 2008) zeichnet sich die U-Bahn-Haltestelle Reinoldikirche durch ihre kunstvolle Ausgestaltung aus und bietet Reisenden ein eindrückliches visuelles Erlebnis.