Mahnmal für NSU-Opfer
Künstler: Gesa Köster, Firma Steinmetz Faure
Jahr: 2013
Das Mahnmal für die NSU-Opfer an der Steinstraße in Dortmunds Innenstadt-Nord, eingeweiht am 13. Juli 2013, ist ein Ort des Gedenkens und der Mahnung. Es befindet sich nahe der Steinwache und besteht aus einem 10,00 m langen Basaltblock und einer 2,00 m hohen und 1,20 m breiten Stele auf deren Rückseite, die Inschrift in Türkischer, Griechischer und Deutsche Sprache steht: „Gedenkstätte für die Opfer rechtsextremer Gewalt“; sowie auf der Vorderseite der Stele: „Wir trauern um Enver Şimşek, 11.09.2000, Nürnberg / Abdurrahim Özüdogru, 13.06.2001, Nürnberg / Süleyman Taşköprü, 27.06.2001, Hamburg / Habil Kiliç 29.08.2001, München / Mehmet Turgut, 25.02.2004, Rostock / İsmail Yaşar, 09.06.2005, Nürnberg / Theodoros Boulgarides, 15.06.2005, München / Mehmet Kubaşik, 04.04.2006, Dortmund / Halit Yozgat, 06.04.2006, Kassel / Michèle Kiesewetter, 25.04.2007, Heilbronn“; „Neonazistische Verbrecher haben zwischen 2000 und 2007 zehn Menschen in sieben deutschen Städten ermordet: Neun Mitbürger, die mit ihren Familien in Deutschland eine neue Heimat fanden, und eine Polizistin. Wir sind bestürzt und beschämt, dass diese terroristischen Gewalttaten über Jahre nicht als das erkannt wurden, was sie waren: Morde aus Menschenverachtung. Wir sagen: Nie wieder!“. Ein Lichtband führt zu der Stele, auf welcher die Namen der Opfer samt Wohnorten und Morddaten verzeichnet sind. Diese mehrsprachige Beschriftung unterstreicht den interkulturellen Anspruch des Denkmals. Die Firma Steinmetz Faure war maßgeblich an der Erstellung beteiligt und sieht darin ein Zeichen gegen Rechtsextremismus sowie für Toleranz und Menschlichkeit. Das schlichte Design soll zur Reflexion anregen und steht symbolisch für den gesellschaftlichen Widerstand gegen Hassverbrechen. Dieses Mahnmal dient nicht nur dem Andenken, sondern auch als Impulsgeber für aktive Erinnerungsarbeit – es mahnt uns alle, wachsam zu bleiben und Demokratie sowie Vielfalt aktiv zu verteidigen.
