Denkmal für Wilhelm Wenzel
Künstler: Grabmale Wüstefeld
Jahr: 2001
Das Denkmal für Wilhelm Wenzel, ein 2,30 m hoher und 0,55 m breiter Gedenkstein aus rot-grünem Granit, ehrt den Stadtpoeten von Hörde. Der Künstler Helmut Wüstefeld hat dieses Werk nicht nur erschaffen, sondern auch der Gemeinde im Jahr 2001 gestiftet. Es steht in Verbindung mit dem künstlerischen Erbe seiner Familie; sein Großvater Philipp Wüstefeld fertigte bereits das Grabdenkmal des Poeten an. Wilhelm Wenzel war bekannt dafür, täglich neue Verse auf eine Schiefertafel an seinem Haus zu schreiben. Diese poetische Tradition spiegelt sich in den eingravierten Sprüchen wider: "Doch das liebste Fleckchen auf der weiten Erde ist und bleibt mir mein geliebtes Hörde" ziert die Vorderseite des Monuments. Weitere Verse wie "Nun hab ich mein Pulver verschossen o wär's nicht vergeblich geschehn o möchten von Lieb umschlossen in Eintracht durchs Leben wir gehen" und "Dat grötteste van alle Plagen is dat de Ellern sind de Narren von iäre Blagen" finden sich an den Seitenflächen. Ein bronzenes Reliefbildnis des Heimatdichters ergänzt die Inschriften und misst 0,28 m in der Höhe sowie 0,20 m in der Breite. Die Rückseite trägt eine Messingtafel mit einer Widmung des Bildhauers und dem Emblem des Vereins zur Förderung der Heimatpflege e.V., welcher die Errichtung initiierte: "Den Hörder Bürgern im Jahre 2001 gestiftet von Bildhauer Helmut Wüstefeld Verein zur Förderung der Heimatpflege e. V. Hörde Der Vorstand (Wappen Hörde)". Die katholische Stiftgemeinde St. Clara stellte letztendlich den Standort bereit – ein Akt lokaler Verbundenheit nachdem die Stadt Dortmund bei der Standortsuche wenig Unterstützung bot. Das Denkmal befindet sich passenderweise an der Wenzelstraße in Dortmund-Hörde und dient als bleibende Hommage an einen Mann, dessen Liebe zu seiner Heimatstadt unvergessen bleibt.
