Grabstätte Wilhelm Wenzel
Künstler: Grabmale Wüstefeld
Jahr: 1937 (?)
Die Grabstätte des Hörder Stadtpoeten Wilhelm Wenzel, geboren 1841 und verstorben 1914, erhebt sich als Denkmal aus gelb-rötlichem Sandstein. Mit einer Höhe von etwa 2,15 m und einer Breite von 0,79 m zeugt sie von der lokalen Bekanntheit Wenzels durch seine poetischen Werke. Der Buchbindermeister war für das tägliche Niederschreiben neuer Verse auf einer Schiefertafel an seinem Haus bekannt. Seine Reime wurden posthum in "Wilhelm Wenzel, Ernstes und Heiteres" veröffentlicht. Nachdem Wenzel in Armut starb, wurde ihm ein Grabstein mit der Inschrift „Seinem lieben Wilhelm Wenzel dem Buchbinder und Stadtpoeten. Der Gesellenverein" gewidmet. Aufgrund einer Bedrohung durch den nahegelegenen Hörder Bach erfolgte 1937 eine Umbettung seiner Überreste. Clemens Birkefeld, ein Heimatforscher aus Hörde, initiierte die Errichtung eines neuen Grabsteins mit eingemeißelten Gedichten Wenzels. Die Vorderseite des Steins trägt das Kreuzsymbol und die Inschrift: „Hier ruht in Gott der Hörder Stadtpoet Wilhelm Wenzel Buchbindermeister 1841-1914“; rechte Seite: „Ob sie einstens in Atome Wiederum verwehn zu Staube Heil’ge Kirche, deine Dome Sie sind herrlich wie dein Glaube März 1905 W. Wenzel“; linke Seite: „Kein Wunsch beseelt mich mehr als der Dass, wenn ich einst gestorben war Der Herr mich aus Barmherzigkeit Nahm auf in seiner Herrlichkeit Juni 1877 W. Wenzel“; Rückseite: „Baue nicht auf Menschengunst Die sich leicht kann umgestalten Gott allein versteht die Kunst Wunderbar dich zu erhalten. März 1890 W. Wenzel“. Das Werk stammt von den Künstler*innen oder Gruppen um Grabmale Wüstefeld und dient heute als würdiges Mahnmal für einen Mann des Wortes in Dortmund-Hörde.
