Ehrenmal für die Opfer des 10. Juni 1923
Künstler: Günther Franz
Jahr: 1931
Das Ehrenmal für die Opfer des 10. Juni 1923 in Dortmund-Mitte ist ein ausdrucksstarkes Monument, das an eine tragische Begebenheit erinnert. Geschaffen von Günther Franz (1889-1943) und im Jahr 1931 der Öffentlichkeit übergeben, besteht es aus einem grauen Natursteinkubus mit einer Länge von 5,00 m. Auf diesem Kubus sind sechs schmale, silberne Eisenkreuze angebracht, die senkrecht emporragen und deren Arme im Vergleich zur Höhe kurz erscheinen. Die Inschrift auf dem Natursteinsockel vorne lautet: "SONNTAG, DEN 10. JUNI 1923, WURDEN SECHS DORTMUNDER BÜRGER ALS SCHULDLOSE OPFER DER FRANZÖSISCHEN BESATZUNG NIEDERGESCHOSSEN. IHR SCHICKSAL IST UNS MAHNUNG, ALS HÖCHSTES GUT ZU WAHREN DIE FREIHEIT." Diese Worte mahnen eindringlich zur Bewahrung der Freiheit und gedenken der unschuldigen Opfer. Insgesamt erreicht das Denkmal eine Höhe von circa 9,50 m und steht symbolisch für die sechs Dortmunder Bürger sowie einen Schweizer Staatsbürger, die bei ihrer Rückkehr von einem Sonntagsausflug durch französische Soldaten ohne Vorwarnung erschossen wurden. Die Tragödie ereignete sich nach einer willkürlich verhängten Ausgangssperre während der französischen Besatzungszeit. Vor dem Denkmal liegen sechs Steine mit den Namen der lokalen Opfer; ein weiterer Stein befindet sich etwas abseits – eine stille Hommage an das jüngste Opfer, gerade einmal 18 Jahre alt. Das Mahnmal dient als Ort des Gedenkens und wurde am siebten Jahrestag des Ereignisses eingeweiht – ein Zeichen kollektiver Anteilnahme und Erinnerungskultur.
