Eckdurchdringung
Künstler: Günther Zins
Jahr: 1997
Die Plastik "Eckdurchdringung" von Günther Zins, einem 1951 geborenen Künstler, ist ein filigranes Kunstwerk aus Edelstahl, das sich in Dortmunds Innenstadt-West befindet. Geschaffen im Jahr 1997, integriert es sich in die Architektur des ehemaligen Museums am Ostwall und heutigen Baukunstarchivs. Die dünnen Stäbe aus Edelstahl formen die Konturen eines horizontal orientierten Quaders und erwecken den Eindruck, als würden sie die nordwestliche Gebäudeecke auf etwa sieben Meter Höhe durchstoßen. Diese Skulptur fällt dem Betrachtenden erst bei genauerem Hinsehen auf und scheint mit ihren Enden in den Wänden zu verschwinden – eine Illusion, die Neugier weckt und dazu anregt, nach den unsichtbaren Teilen im Inneren des Gebäudes zu suchen. Trotz ihrer Verbindung zur klaren Geometrie der Architektur bildet "Eckdurchdringung" keinen geschlossenen Raumkörper ab; vielmehr erscheint sie wie eine dreidimensionale Zeichnung oder Raumskizze. Die schwebende Anmutung der Arbeit wird dadurch verstärkt, dass die Befestigungspunkte an der Fassade verborgen bleiben. Diese Plastik gehört zur konkreten Kunst: Sie bezieht sich direkt auf ihre Form und ihr Material ohne Abstraktion von der Realität. Ein weiteres Werk von Günther Zins ist "Würfel in Balance", welches früher im Park des Johanneshospitals stand.
