Gedenkstein für Widerstandskämpfer gegen die NS

Gedenkstein

Künstler: Hans-Jürgen "Leo Lebendig" Troegel

Jahr: 1995

Am Nordmarkt in Dortmunds Innenstadt-Nord erhebt sich ein Gedenkstein, der seit 1995 an den Widerstand gegen die Nationalsozialisten im Jahr 1932 erinnert. Dieses Denkmal aus robustem Granit wurde von Hans Jürgen Troegel entworfen und durch die "Arbeitergemeinschaft verfolgter Sozialdemokraten" initiiert. Die schlichte Stele mit einer Höhe von 2,50 m und einer quadratischen Grundfläche mit einer Kantenlänge von 0,40 m trägt die Inschrift: „ERINNERUNG UND MAHNUNG ZUM GEDENKEN AN DIE MUTIGEN FRAUEN UND MÄNNER DIE ALS FREIHEITLICH DENKENDE MENSCHEN DEN KAMPF FÜR DIE WEIMARER REPUBLIK GEGEN DIE NATIONAL-SOZIALISTEN FÜHRTEN“. Die Errichtung des Monuments erfolgte neun Jahre nach der Planung im Zuge der Umgestaltung des Platzes. Es markiert einen historischen Ort, wo am 16. Oktober 1932 Arbeiter*innen heftig gegen das Eindringen der SA protestierten – ein Ereignis, das zu gewalttätigen Auseinandersetzungen führte. Bei der Einweihungszeremonie teilte Zeitzeuge Leo Meina seine Erinnerungen an jene Tage: Konfrontationen zwischen Sozialdemokrat*innen, Kommunist*innen sowie Mitgliedern des Reichsbanners und marschierenden SA- sowie SS-Einheiten eskalierten in Schlägereien und Schusswechseln. Die Dortmunder Geschichtswerkstatt stellte jedoch klar, dass entgegen mancher Darstellungen nicht ausschließlich Bürger*innen und Polizei zur Vertreibung der Nationalsozialist*innen beitrugen; vielmehr hatte auch polizeiliches Fehlverhalten stattgefunden. Das Monument steht somit nicht nur als Zeichen des Gedenkens sondern auch als Mahnung für zukünftige Generationen.