Gedenkstein für Opfer des Hubschrauberabsturzes
Gedenkstein für Opfer des Hubschrauberabsturzes
GedenksteinKünstler: Hans-Otto Langenbach
Jahr: 1997
Dieser Gedenkstein aus Sandstein, errichtet im Jahr 1997 in Dortmund-Kirchhörde, dient als Mahnmal für die 13 jungen Menschen, die am 6. Juni 1996 bei einem Hubschrauberabsturz tragisch verstarben. Der Steinblock mit einer Höhe von 1,60 m steht auf einer quadratischen Betonplatte und verjüngt sich leicht nach oben hin. Die Frontseite trägt die Inschrift: "Hier starben am 6. Juni 1996 auf tragische Weise durch einen Hubschrauberabsturz 13 junge Menschen". An der rechten Seite sind die Namen und das Alter der Verstorbenen eingraviert: „HOLGER ANDRACZEK 33 JAHRE / STEFAN BÜRKLE 23 JAHRE / ENRICO BUFFAGNI 37 JAHRE / DIETMAR DORR 47 JAHRE / RETO HELLER 26 JAHRE / SASCHA HEMKER 17 JAHRE / MICHAELA MASCHEWSKI 19 JAHRE / ULRICH METT 32 JAHRE / YAMA MUSLEH 21 JAHRE / GÜNTER PUSCHNIG 26 JAHRE / HENRIK REISSNER 20 JAHRE / ROGER SCHWAKE 25 JAHRE / NADINE WITTICH 19 JAHRE / UNVERGESSEN“. Der Absturz nahe Dortmund wurde durch zu waghalsige Flugmanöver des Bundeswehrpiloten verursacht, wie ein Untersuchungsbericht des Verteidigungsministeriums offenlegte. Nach dem Unglück wurden riskante Flugfiguren bei Publikumsflügen untersagt. Die Stele wurde vom Bundesverband der Steinmetze gestiftet und unter Ausschluss der Öffentlichkeit eingeweiht. Sie befindet sich auf dem Grundstück eines Landwirtes und sollte von der Bundeswehr gepflegt werden – eine Zusage, die zunächst auch eingehalten wurde. Hans-Otto Langenbach ist als beteiligter Künstler an diesem Werk zu nennen. Der Gedenkort spiegelt nicht nur das schlimmste Hubschrauberunglück in der Geschichte der Bundeswehr wider, sondern erinnert auch an das Versprechen zur Pflege dieser Stätte des Erinnerns und Mahnens.
