Kriegerdenkmal in Deusen, Gefallene 1914-1918
Künstler: Heinrich Püts
Jahr: 1928
Das 4,10 m hohe Kriegerdenkmal in Dortmund-Deusen ist ein eindrucksvolles Werk aus dem Jahr 1928, das den Gefallenen des Ersten Weltkrieges gewidmet ist. Geschaffen von Bildhauer Heinrich Püts (1882-1962), zeigt es die mythische Figur Siegfried im Kampf mit einem Drachen. Auf einem trapezförmigen Sockel erhebt sich die Skulptur aus Kalkstein: Siegfried steht aufrecht und breitbeinig über dem am Boden kauernden Drachen. In voller Rüstung – Kettenhemd, Gürtel, Umhang sowie Helm und Armschoner – führt er mit beiden Händen sein Schwert in den Hals der Bestie. Die graue Farbgebung und raue Oberfläche des Denkmals unterstreichen die Dramatik der Szene. Die Inschrift an der Front des Sockels lautet: Inschrift: „Unseren Helden 1914 + 1918 / Krieger- und Landwehrverein Deusen“. Die Verwendung von Siegfried als Symbolfigur für heldenhaften Soldatentum mag später zur NS-Zeit propagandistisch genutzt worden sein. Im 2. weltkrieg blieb das Denkmal unbeschadet, aber später wurden Diskussionen um eine Restaurierung oder gar einen Abriss geführt, insbesondere da der Ort auch Neonazis anzog. Trotzdem bleibt das Denkmal bis heute erhalten und dient als Mahnmal einer vergangenen Epoche. Es steht umgeben von Grünflächen an der Deusener Straße, wo Besucher*innen auf Bänken verweilen können. Dieses Werk spiegelt nicht nur künstlerische Fähigkeiten wider, sondern auch die ideologischen Strömungen seiner Zeit und bietet Anlass für historische Reflexion sowie kontroverse Debatten über seinen Platz in der heutigen Gesellschaft.
