Mahnmal Dorstfelder Synagoge

MahnmalPlastik

Künstler: Israel Lanzmann

Jahr: 1989

Das 1989 von Israel Lanzmann geschaffene Mahnmal in Dortmund-Dorstfeld ist eine Erinnerung an die einstige Dorstfelder Synagoge. Errichtet aus Granit und Stahl, erhebt sich das Mahnmal auf eine Höhe von 3,00 m. Es setzt sich zusammen aus sechs gelb lackierten Stahldreiecken, die hintereinander angeordnet sind und in der Frontalansicht drei unterschiedlich große Davidsterne formen. Ein schwarzer, sechseckiger Granitblock, schräg gestellt, ergänzt das Ensemble und suggeriert durch seine teils polierte, teils rohe Oberfläche den Anschein einer zu Fall gebrachten Säule. Die Inschrift auf dem Stein mahnt eindringlich: "Nicht weit von hier stand die Dorstfelder Synagoge. Als roher Judenhass bei uns wütete, wurde sie am 9./10. Nov. 1938 geschändet und 1940 niedergerissen. Die jüdischen Menschen, Männer, Frauen und Kinder wurden 1933 – 1945 gedemütigt, entwürdigt, vertrieben, verschleppt und ermordet. Vergiss es nicht!". Die Botschaft des Mahnmals wird durch einen Vers aus dem Buch Ezechiel in deutscher sowie hebräischer Sprache ergänzt. Dieses Werk steht als starker Ausdruck gegen das Vergessen der Gräueltaten während des Nationalsozialismus und ehrt zugleich die Opfer dieser dunklen Zeit der Geschichte.