Mahnmal Hörder Synagoge

MahnmalPlastik

Künstler: Israel Lanzmann

Jahr: 1989

Das Mahnmal für die Hörder Synagoge, geschaffen von Israel Lanzmann im Jahr 1989, steht als stilles Zeugnis der Geschichte auf dem Friedrich-Ebert-Platz in Dortmund-Hörde. Es besteht aus 49 Stelen aus Edelstahl und einem polierten schwarzen Granitblock, die zusammen eine Höhe von etwa 4,30 m erreichen. Die Anordnung der Elemente bildet den Grundriss eines Davidsterns nach, welcher durch Pflastersteine am Boden visualisiert wird. Die Inschrift des Denkmals erinnert eindringlich an das Zusammenleben jüdischer Menschen über Jahrhunderte hinweg und markiert den Standort ihrer einstigen Synagoge: "Über Jahrhunderte haben Juden mit uns zusammengelebt. Nahe diesem Ort stand ihre Synagoge. Von 1933-1945 wurden sie auch bei uns, allein weil sie Juden waren, entwürdigt, vertrieben, verschleppt, und ermordet. Dies dürfen wir niemals mehr zulassen!"; und sowohl auf Hebräisch als auch auf Deutsch: "Gedenke, Ewiger, was an uns geschah. Klgl. 5,1". Die Synagoge selbst wurde Ende des 19. Jahrhunderts errichtet – zu einer Zeit wachsender jüdischer Gemeinschaft in Hörde – und befand sich nahe dem Rathaus sowie der Lutherkirche. Nachdem sie im Januar 1900 feierlich eingeweiht worden war und eine umfassende Renovierung im Jahre 1929 erlebte, fiel sie schließlich in der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 dem nationalsozialistischen Terror zum Opfer; wenige Monate später verschwand ihre Ruine vollständig aus dem Stadtbild. Das Mahnmal dient nicht nur als Erinnerungsort an die zerstörte Synagoge sondern mahnt auch zur Wachsamkeit gegenüber Antisemitismus und Rassismus in unserer Gesellschaft.