Molecule Man

Plastik

Künstler: Jonathan Borofsky

Jahr: 1999

Dieses Werk stellt nicht nur ein Treffen von drei Menschen dar, sondern auch einen Teil der Berliner Stadtgeschichte. Die monumentale Plastik „Molecule Man“ besteht aus drei jeweils 30 Meter hohen, durchlöcherten Aluminiumfiguren, die mitten in der Spree aufeinandertreffen. Die Figuren sind aus flachem Metall geschnitten; das Lochraster deutet Moleküle an, aus denen wir alle bestehen und lässt das Monument zugleich überraschend leicht und transparent erscheinen. Auch wenn die Moleküle hier deutlich größer dargestellt werden, als sie in echt sind, verdeutlicht es doch, wie sich unzählige Teilchen zu einem Organismus fügen. Denn die drei Körper sind an mehreren Stellen verbunden und verschmelzen in der Mitte zu einer einzigen Form. Entstanden ist die Berliner Version dieses mehrmals wiederholten Konzepts 1997–1999 genau an der früheren Grenze zwischen Ost- und West‑Berlin sowie zwischen den drei Stadtteilen Treptow, Kreuzberg und Friedrichshain. Somit erhält die Begegnung der dargestellten Figuren eine große Bedeutung und lässt uns nachdenken über die Überwindung von Grenzen.