Ohne Titel
Künstler: Josef Baron
Jahr: 1983-1985 (?)
Diese Skulpturengruppe, geschaffen von Josef Baron im Jahr 1983, befindet sich auf dem nördlichen Kirchenvorplatz der St. Suitbertus-Kirche in Dortmunds Innenstadt-West. Die Hauptfigur ist eine etwa 1,80 m hohe vergoldete Marienstatue mit dem Jesuskind auf dem Arm, die auf einer sechs Meter hohen Marmorsäule thront. Beide Figuren blicken gen Himmel und sind von Heiligenscheinen umgeben; das Kind vollführt den Segensgestus und hält eine Schriftrolle. Die Säule selbst ist reich verziert: Ein überdimensionaler Rosenkranz mit Kreuz sowie weitere kleine Muster zieren das weiße Postament. Am Fuß der Säule findet sich ein Relief eines siebenköpfigen Drachens – ein Symbol aus der christlichen Ikonographie – während eine Kugel an der Spitze möglicherweise die Welt darstellt. Neben dem Portal stehen zwei lebensgroße Bronzeskulpturen auf runden Betonsockeln: links St. Suitbertus in einem bodenlangen Gewand, dessen Pose Saatgut aussäend interpretiert werden kann; rechts der heilige Josef als Patron des Handwerks, schützend seine Hand über das Jesuskind haltend. Die Signatur "BARON" und ein Gießereisiegel "Guss Schwab Münster" sind an den Plinthen zu finden. Barons Werk zeichnet sich durch stilisierte Figürlichkeit aus und bietet durch traditionelle Bildsprache Interpretationsmöglichkeiten wie Maria Immaculata oder das „Apokalyptische Weib“. Das Bronzeportal ergänzt die Szenerie mit einem flachen Relief des Lebensbaums und weiterer symbolträchtiger Darstellungen wie Maria und Jesus in einem Boot.
